













Wettbewerb im selektiven Verfahren
2025
Bauherrschaft
Baudirektion Kanton Zürich
Generalplanung und Architektur
Blättler Dafflon Architekten AG
Baumanagement
HSSP AG
Landschaftsarchitektur
Bischoff Landschaftsarchitektur GmbH
Holzbauingenieur & Brandschutz
Makiol Wiederkehr AG
Haustechnik
HEFTI. HESS. MARTIGNONI. Aarau AG
Visualisierung
ParisPictureClub
Die Bezirksanlage in Uster steht mitten im Stadtgefüge, die drei Bauten stehen als Gruppe nahe zusammen. Der sie umgebende Freiraum schafft Verbindung, verleiht dem Ensemble eine eigene Identität und eine gemeinsame Adresse.
Die städtebauliche Konzeption der Bezirksanlage Uster folgt einer stringenten räumlichen und funktionalen Ordnung. An der Kreuzung beim Gerichtsgarten erhebt sich die repräsentative Stirnseite des neuen Bezirksgerichts als architektonischer Ankerpunkt. Entlang der Gerichtstrasse behält das denkmalgeschützte Statthalteramt mit dem Bezirksrat seine historische Präsenz und städtebauliche Bedeutung. Für Besucher besonders einladend präsentieren sich das Café und die Infothek, die sich über die Arkade zum Gerichtsplatz hin öffnen.
Das neue Bezirkshaus
Von Zürich kommend markiert das Gebäude prominent diesen bedeutsamen Ort – das Bezirksgebäude steht selbstbewusst an der Kreuzung. Die transparente Publikumstreppe an der Stirnseite symbolisiert den Gang der Justiz: Die Richter betreten den Saal von einer Seite, das Publikum von der anderen. Dazwischen befinden sich die eigentlichen Gerichtssäle.
Der Gerichtshof
Im Zentrum unseres Projekts entsteht ein neuer Eingangshof, welcher als verbindendes Element und zentraler Orientierungspunkt der Bezirksanlage fungiert. Der Einvernahmepool im ersten Obergeschoss schafft eine ringförmige räumliche Verbindung zwischen allen drei Gebäudeteilen und ermöglicht kurze Wege sowie effiziente Arbeitsabläufe.
Im Erdgeschoss konzentrieren sich die publikumsorientierten Nutzungen: Das Café mit integrierter Infothek sowie multifunktionale Schulungsräume, die konzeptionell als überdachter Hof gestaltet sind. Der historische Gefängnishof erfährt dadurch eine bedeutsame Transformation – er wird zum offenen Raum zwischen Alt- und Neubau und öffnet sich zum neugestalteten Gerichtshof hin.
Die Kontinuität der kulturellen Bausubstanz
Das denkmalgeschützte Gerichtsgebäude wird behutsam mit dem neuen Hochhaus verbunden. Die filigrane Passerelle überspannt den Hof und definiert seine räumlichen Dimensionen. Das historische Gerichts- und Gefängnisgebäude wird freigestellt, wodurch seine architektonische Bedeutung betont und sein ursprüngliches Erscheinungsbild stärker wahrnehmbar wird.