Projekte

Schütze-Areal, Zürich Wettbewerb 2. Preis

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PROJEKTE INFO
Schütze-Areal, Zürich Wettbewerb 2. Preis

Wettbewerb im offenen Verfahren
2013, 2. Preis

Bauherrschaft
Stadt Zürich

Landschaftsarchitektur
Raymond Vogel Landschaften

Visualisierung
Philipp Schaerer

Im Quartier Zürich-West, im dichten, kompakten Stadtkörper mit der entsprechenden Nutzungsdichte und der Vielfalt sind die Anforderungen und Begehrlichkeiten an die Aussenräume enorm. Die Bedeutung als Stadtgarten bei der Identifikationsbildung der Bevölkerung ist gross. Das Schütze-Areal ist öffentliche Adresse in der Stadt, ist Adresse für den Schulbetrieb, ist Adresse für das Quartierhaus, die Bibliothek und die Turnhalle, ist Pausenraum für Arbeitende und Liegewiese für Freizeitmenschen, ist Spielwiese und gemeinschaftlicher Aussenraum der Quartierbewohner und Durchgangsort für Erholungssuchende. Die «Grünverbindung» zwischen Limmatstrasse und Heinrichstrasse ist prägendes Merkmal der Anlage. Das städtebauliche Konzept sieht vor das Schulhaus Heinrich erdgeschossig nach Norden und Osten zu erweitern und die Turnhalle, das Quartierhaus und die Bibliothek in einem 36 x 40 m grossen Volumen zusammen zu fassen. Dieses ist von der Heinrichstrasse zurückversetzt. Dadurch entsteht entlang der Heinrichstrasse ein Aussenraum mit Allwetterplatz und Pausenplatz. Der Erste ist Bestandteil eines urbanen Grünkörpers, der sich in den Strassenraum hinein zu schieben scheint. Der Zweite bildet die Adresse und artikuliert die unterschiedlichen Bestandteile des neu gegliederten Areals. Der funktionalen Organisation liegt eine klare Trennung der schulischen, öffentlichen und polyvalenten Nutzungen zu Grunde. Die Erweiterung der Grundschule steht in einem funktionalen sowie architektonischen Dialog zu Turnhalle, Bibliothek und Quartierhaus. Der Weg zur Turnhalle ist kurz und führt über den Pausenplatz. Die dunkle Klinkerfassade kontrastiert mit dem hellen Naturstein der Bibliothek. Die kubischen Oblichter der Klassenzimmer, Gruppenräumen und Garderoben rhythmisieren die Fassaden und setzen gezielte Schwerpunkte.
Die erdgeschossige Organisation der Klassenzimmer und Gruppenräume, deren Flexibilität durch die Erschliessungs- und Fluchtwegkonzeption sowie der fliessende Bezug zum Aussenraum, bieten gute Voraussetzungen für einen zeitgemässen Schulbetrieb. Die Verbindungen zum Schulhaus Heinrich bestehen aus Eingangshalle und einen direkten Zugang der Grundstufe zum Aufenthaltsraum. Dabei entsteht eine direkte Nachbarschaft von Grundstufe und Betreuung. Die Räume des Quartierhauses liegen im Erdgeschoss und öffnen sich gegen Norden und zum Park. Das Foyer ist als lang gezogener Raum formuliert, der das gesamte Gebäude vom Park im Westen bis zur Anlieferung im Osten durchdringt und sich dazwischen zur Turnhalle öffnet. Quartierhaus, Turnhalle und Pestalozzi-Bibliothek sind in einem flachen Volumen zusammengefasst. Alle Funktionen werden individuell erschlossen, profitieren gleichzeitig von den Möglichkeiten von direkten räumlichen und visuellen Beziehungen zu Gunsten einer sozialen Interaktion sowie Kontrolle.

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